FILMKRITIK ZU LEE CRONIN’S THE MUMMY
Ein entführtes Mädchen wird 8 Jahre später wiedergefunden – doch körperlich misshandelt und katatonisch ist die junge Katie kaum noch wiederzuerkennen. Was zunächst wie ein düsteres Familiendrama beginnt, entwickelt sich in „Lee Cronin's The Mummy“ allmählich zu düsterem Bodyhorror, der beständig auf der Ekelgrenze balanciert. Wie schon in „Evil Dead Rise“ stellt Regisseur Lee Cronin auch diesmal den Zerfall familiärer Strukturen in den Fokus.
Ein Film, der zunächst die Frage beleuchtet, wie Eltern eine Rückkehr des entführten Kindes verarbeiten, das sie kaum noch wiedererkennen, um dann in verstörenden Schockszenen zu münden: Da blättert die Haut vom Körper, und Blut und Erbrochenes fließen reichlich.
Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass der Film seinen düsteren Grundton konsequent durchhält, aber vor allem gegen Ende sorgen Referenzen auf andere Werke und derbe Oneliner dafür, dass die deprimierende Stimmung gelegentlich zugunsten eines galligen Humors kippt. Doch erfahrungsgemäß werden einige genau diese Szenen lieben.
Insgesamt ein gelungener Genrevertreter, dem es lediglich an letzter Konsequenz mangelt. Einzig echter Wermutstropfen für mich war die schon fast cartoonesk bösartig angelegte Antagonistin zu Beginn, die beim Gesang fröhlicher Kinder Kopfschmerzen bekommt. Hier wurde echte Figurenzeichnung zugunsten eines eindimensionalen Hassobjekts geopfert. Ansonsten aber einer der besseren Vertreter des Genres für alle, die verstörenden Bodyhorror mit eher langsamem Spannungsaufbau schätzen.
Wer es eher temporeich mag, ist mit „Lee Cronin's The Mummy“ hingegen schlecht beraten.
Eine ausführlichere Kritik zum Film bietet mein Blog.
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„GOOD BOY – TRUST HIS INSTINCTS“ (2025)
Ein Haunted-House-Film aus Hundeperspektive? Ich bin Freund origineller Ideen, also habe ich mir den Film angeschaut. Doch leider musste ich feststellen, dass die Erzählperspektive das einzig originelle an "Good Boy" war.
In seinem Spielfilm-Debüt erzählt der Regisseur Ben Leonberg alles durch die Augen seines Retrievers Indy – und lässt einem mit dem Hund mitfiebern, während er bei der Darstellung der Menschen versagt.
Die Schwäche bei den menschlichen Figurenzeichnung zeigt sich schon bei der Handlungszuammenfassung: Der hochgradig lungenkranke Todd beschließt, allein mit seinem Hund in das einsame, total abgelegene Haus seines Großvaters zu ziehen, in dem es angeblich auch noch spuken soll. Wer Horrorfilme mag, in denen die Bedrohung vorrangig durch dummes Verhalten entsteht, ist bei "Good Boy" also goldrichtig!
Handwerklich überzeugt allerdings vieles: Die Kamera bleibt in Bodennähe, um die Perspektive eines Hundes einzufangen, die Räume wirken riesig und beklemmend, Regen und Wind formen eine düstere Klanglandschaft.
Dem gegenüber steht aber eine einfallslose Story samt kaum vorhandener Figurenzeichnung des menschlichen Protagonisten (der die Bezeichnung "Protagonist" kaum verdient). Die menschlichen Figuren bleiben gesichtslos – wortwörtlich. Oft sehen wir nur Beine im Bildausschnitt, aber selbst wenn der Hund zu seinem kranken Herrchen hochschaut, sorgt die Beleuchtung oft dafür, dass wir nur Schatten sehen. So ist Indy im Film zwar um sein Herrchen besorgt, aber dem Zuschauer bleibt er so fremd, dass man sich kaum mitsorgen kann.
FAZIT: Ein interessanter Perspektivwechsel in einem Film, der handwerklich gut gemacht ist, aber sonst nur Genrekonventionen bedient und blasse Figuren samt seichter Symbolik bietet.
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Ein Lebenszeichen aus der Unterwelt bzw. aus meinem Arbeitszimmer (Arbeitszimmer, Unterwelt ... die Unterschiede sind in diesem Fall marginal): Ich, kurz vor dem Aufbruch zur Mex Berlin. :)
Bis zum nächsten Beitrag vergeht dann hoffentlich weniger Zeit. =O
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Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2024!
Und gemäß Baudelaire solltet ihr euch dabei ordentlich trunken machen! Wenn nicht mit Sekt, dann mit irgendetwas anderem, das euch berauscht: "Mit Wein, mit Poesie, mit Tugend, wie es euch gefällt." ;)
Mein Jahr 2023 war recht stressig, insofern hoffe ich, dass 2024 etwas ruhiger startet. Und dass es filmisch besser anfängt als 2023 für mich geendet hat.
Und damit ein kurzer Brückenschlag: Wenn ihr noch "Godzilla Minus One" im Kino sehen könnt, aber ebenso "Queen Mary", dann entscheidet euch unbedingt für erstgenannten.
Aber nun genug der Filmempfehlungen. Reißt euch vom Bildschirm los oder zumindest kurz von den Social Media. Und wenn ihr jemand weit Entfernten grüßen wollt, dann ist ein Anruf oder ein Videocall ohnehin viel persönlicher als eine Instagram-Nachricht. (außer ihr wollt mich grüße und habt meine Nummer nicht. Nur dann seien euch weitere 5 Minuten Social-Media-Zeit gewährt ^^)
Ich wünsche euch für 2024 alles erdenklich Gute. =)
Cheers!
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